Zeitmanagement und Arbeitsplatz

Letztes Update:
von sanchez.s
Zeitmanagement

Der Schreibprozess funktioniert wie eine Werkstatt. Verschiedene Handwerker arbeiten am selben Werkstück.

Verstehen Sie sich, wird es zum Meisterwerk.

Verstehen Sie sich nicht, arbeiten sie nicht Hand in Hand, sondern gegeneinander, dann … naja … dann gibt’s Probleme.

In einem anderen Artikel stelle ich dir den Träumer (Kreativität, rechts Gehirnhälfte) und den Kritiker (Analytik, linke Gehirnhälfte) vor.

Dieser Artikel dreht sich um den Hektiker und den Lustlosen.

Der Hektiker

Der Hektiker spornt uns zu Höchstleistungen an und fördert unsere Produktivität. Aber er erzeugt auch Stress und Flüchtigkeitsfehler.

Der Hektiker alleine würde Unmengen an Text produzieren. Die Texte wären allerdings uninspiriert und von schlechter Qualität.

Im Gespann mit den anderen Handwerkern sorgt der Hektikers dafür, dass wir unsere Texte pünktlich zur Abgabefrist abgeben.

Der Lustlose

Der Lustlose ist dafür zuständig, dass wir unsere Texte auch mal liegen lassen.

Das ist wichtig, damit unser Unterbewusstsein seinen kreativen Job machen kann. Wir lösen uns von unseren Texten und nehmen eine andere Perspektive ein.

Der Lustlose allein würde ewig herumtrödeln. Wir könnten keine Deadline halten.

Gemeinsam mit den anderen Handwerkern sorgt der Lustlose für den nötigen Ausgleich und nicht zuletzt dafür, dass wir gesund bleiben.

Zeitmanagement

Deine Aufgabe ist es, beide zuzulassen: Den Hektiker und den Lustlosen. Das funktioniert so:

Finde heraus, zu welcher Zeit du am besten schreibst.

Ein guter Anhaltspunkt ist dein Lernverhalten aus der Schule und Uni. Wann konntest du am besten lernen?

Direkt nach dem Aufstehen (wenn der Schweinehund noch ganz zahm ist) oder nachts, wenn alle anderen schlafen und du endlich Ruhe hast vor all den Ablenkungen.

Setze dir kleinschrittige Ziele für deine Textarbeit.

Der nächste Absatz muss in der nächsten halben Stunde fertig sein. Bis zum Mittagessen steht die Rohfassung usw.

Probiere ein Anfangsritual aus. Ich mache mir einen frischen Kaffee und setze meine Noice-Cancelling-Kopfhörer auf, bevor ich loslege.

Arbeitsplatz

Den idealen Arbeitsplatz zum Schreiben gibt es leider nicht.

Es ist Typ-Frage, wie Menschen am besten schreiben.

Beachte folgende Grundregeln:

  • Entferne jede Ablenkung. Schließ dein E-Mail-Programm, stelle dein Smartphone auf leise und lege es außerhalb deine Griffweite und leite dein Telefon um. Multitasking ist der Feind von Kreativität und effizienter Textarbeit, weil du jedes Mal wieder Minuten brauchst, um in deinen Text hineinzufinden.
  • Halte einen digitalen oder analogen Notizzettel für eventuelle Geistesblitze bereit, die du aber in deinem aktuellen Text nicht oder erst später verwenden kannst. Schreibe sie auf den Zettel und verfolge dann deinen Text weiter.

Mein letzter Tipp ist Geschmackssache: Ich habe meine digitalen Recherche-Notizen während des eigentlichen Schreibens geschlossen genauso wie jede relevante Website.

Ich kann mich damit besser von den Quellen lösen.

Fazit

Mache dir Gedanken über Zeitmanagement und Arbeitsplatz, um deine beiden Handwerker, den Hektiker und den Lustlosen, zu einem Team werden zu lassen.

Aber übertreibe es nicht und suche nicht nach Pauschallösungen. Respektiere, dass bei diesem Thema jeder seinen eigenen Weg finden muss. Vertraue auf dich selbst.

Wie sieht dein Arbeitsplatz aus? Hast du ein schrulliges Ritual, bevor du mit dem Schreiben loslegst?

Schreibe einen Kommentar unter den Artikel oder eine E-Mail an simon.sanchezreal(at)gmail.com.

Ich wünsche dir viel Erfolg bei deinen Texten!

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